Bereits zum dritten Mal in Summe waren Tatraisten aus aller Welt zu Gast bei Familie Platzek im Zentrum des deutschen Spargelanbaus, in Schrobenhausen.

Auch wenn einige Teilnehmer scherzhaft meinten, das Treffen drehe sich ausschließlich um Spargel in allen Formen und mit allen erdenklichen Beilagen, so entspricht dies nicht ganz der Wahrheit. Zum einen konnte beim besten Willen kein Spargeldestillat ausfindig gemacht werden – wobei ich zuversichtlich bin, dass diese Lücke spätestens beim nächsten Tatra-Treffen in Schrobenhausen geschlossen sein wird –, zum anderen gab es da ja auch noch einige andere Highlights. Neben der obligaten Ansammlung von Tatra-Fahrzeugen aller Baujahre auch jede Menge Audis und deren Verwandte aus allen Epochen. Richtig: am Programm stand ein Besuch des Audi-Museums im nahen Ingolstadt. Dazwischen wunderschöne Landschaft, verkehrsarme Straßen, (natürlich) Spargel, und Wetter jeder Stimmung. Nur der Schnee fehlte, diesen organisatorischen Mangel kann man dem Veranstalter ruhig vorwerfen…

Lekkerkerk 2004 – aus der Sicht eines bekennenden Tatraisten.

Ich gebe es ja zu: ich bin süchtig. Schwer süchtig.

Gott sei Dank bin ich in der glücklichen Lage, meine Droge nicht am Schwarzmarkt beziehen zu müssen. Ich kann sie mir ganz legal beschaffen. Doch wie jeder andere Junkie auch hab ich unter einem gewissen gesellschaftlich-sozialen Spannungsfeld zu leiden. Dieses zwingt mich, meine Sucht, so weit es geht, zu unterdrücken und mich meiner Umgebung anzupassen. Nur spätabends, wenn alles schläft, finde ich unbeschadet Zeit, mich meiner Abhängigkeit hingeben. Sehr selten gelingt es mir, mich an Freitagen nachmittags wegzustehlen. Aber dass ich dem unstillbaren Verlangen meiner Psyche und meines Körpers gar mehrere Tage am Stück nachgeben kann, gelingt mir nur ein Mal im Jahr: zu den Treffen der TFI. Heuer fand dieses bekanntlich in den Niederlanden unter der bewährten Organisation von Kees Smit und seinen Mannen (und Mädels) statt.

 

Strahlend schönes Wetter beglückte Veranstalter und Teilnehmer, Mostviertel und Eisenwurzen zeigten sich von ihren schönsten Seiten. Die mittelalterlichen Charme ausstrahlende Stadt Waidhofen an der Ybbs bildete den perfekten Rahmen für dieses Treffen. Per Roadbook wurden die Fahrzeuge durch das dichte Programm zu den einzelnen Stationen dirigiert, trotz einiger kleiner Bosheiten bei der Routenwahl ging letztlich kein Teilnehmer verloren (auch wenn einer zwischendurch aus seinem Auto gefallen sein soll...). Lichtschranken, Brückenwaage, Druckluftschlauch und Bilderbögen entschieden schließlich über die Verteilung der Pokale.

Zwischendurch blieb kaum noch Luft für das Tatra-Spezial-Programm in der Filmbühne und die Generalversammlung. Der Tenor war einstimmig positiv und die Minen reihum fröhlich. Nur die Veranstalter wirkten ein klein wenig geschlaucht...

Die Fotos von verschiedenen Club-Mitgliedern finden Sie unter Fotos und Videos.

Noch nie wurden von so vielen Tatras innerhalb so kurzer Zeit so viele rote Ampeln, Stoppschilder und Nachrangtafeln mißachtet. Noch nie gab es ein Tatra-Treffen mit durchgehend Polizeieskorte. Noch nie war ein Tatra-Treffen kulinarisch so wertvoll.

>> Die Fotos von Alex, Zwergi und Andi finden Sie hier.